Digital corner

Allgemeines
Aufbau eines Systems
Was wird benötigt ?
Lokumbau
Intelibox
Steuerung mit PC
Komponenten/Bilder
Datenblätter* DCC
- Lenz LE010XF (1/2)
- FLM 6846/47/48 (1/2)
- Arnold 81210 (1/2/3)
* Alle Rechte bei den jeweiligen Firmen.
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Allgemeines

Für viele ist das Thema Digital ein Fremdkörper, ein nicht von diesem Planeten stammendes Objekt... Ähnlich der Situation - ein 70 jähriger, der einen Computer kennen lernen muss. Spass beiseite...
Modellbahn Digital steuern klingt kompliziert, ist es aber nicht. Es sind grundsätzliche Regeln einzuhalten, die es in ähnlicher Form eines jeden 'Analogers' auch gibt. Die Speisung UND der Informationsfluss erfolgt ebenfalls über die Schienen (2 Pol), darauf nun nicht Gleichstrom anliegt, sondern Digitalstrom (ähnlich Wechselstrom). Die auf dem Gleis stehende Lok frisst die Ihr zustehenden Informationen. Welche Daten zu welcher Lok gehören, entscheidet der Lokdecoder.
Grundsätzlich kann gesagt werden, jedes Objekt auf einer Anlage (Lok, Weiche, Signal etc.) wird mit einer Adresse eindeutig identifiziert. Über die Decoder werden Adressen festgelegt und können später von der Zentrale (oder PC) gesteuert werden.
Digital bietet sehr viele Vorteile, es lassen sich mit relativ wenig technischem Aufwand komplexe Steuerungen ermöglichen. Mehrzugbetrieb in unabhängige Richtungen, verschiedenen Geschwindigkeiten etc.... Alles möglich !
Je grösser eine Anlage, desto geringer - so sehe ich es - der technische Aufwand und umso lohnender der Digitalbetrieb. Ich will mal nicht die vielen Trennstellen und Relaisstationen nennen, um einen richtig funktionierenden Blockbetrieb im Analogsystem aufzubauen.
Als Nachteil vom digitalen System sehe ich eigentlich nur den Initialaufwand und Kosten. Jede Lok muss umgerüstet werden ! Kosten pro Lok, ca. 60 Fr. + allfälliger Umbau ca. 40-60 Fr.
Information: Auf digital umgerüstete Loks können in den meisten Fällen auf analogen Systemen weiterhin eingesetzt werden, dazu muss lediglich ein Register entsprechend programmiert sein (ist werkseitig so vorprogrammiert).
Anmerkung: Ich will keine Werbung für ein digitales System machen, egal welcher Hersteller. Auf den folgenden Seiten nenne ich Hersteller bzw. Produkte, die z.T. selber verwende und schreibe über Erfahrungen, die ich damit gemacht habe.

Aufbau

Systematisch kann der el. Aufbau einer Anlage so aussehen. Eigentlich sind es nur 4 Leitungen, welche den Bus (Ringleitung) ausmachen!
Einerseits der Digitalstrom (rot/schwarz) welcher an die Schienen (u.U. alle 1-2 Meter einspeisen) und alle Schaltdecoder, Rückmelder führt - somit werden die Adressen und Befehle übertragen und Lokmotoren gespiesen.
Andrerseits der Wechselstrom (gelb/braun) für die Verbraucher, wie z.B. Schaltdecoder (Lenz LS110...), Rückmelder (LDT GB88, Lenz LR110...) etc.

Der Durchmesser der Kabel sollte je nach Anlagengrösse (d.h. Anzahl der Verbraucher) entsprechend grosszügig gewählt sein. 2.5 - 4 mm2 finde ich für die meisten Fälle gut dimensioniert.
Der Trafo, mit dem einerseits der Digitalstrom (in der DCC Zentrale) erzeugt wird, sollte - wie immer, genügend Leistung liefern, wieder abhängig nach Anzahl der Verbraucher. 72 VA sollte fürs erste reichen. Die Angaben die auf meiner Seite gemacht werden, sind meist für N und H0 verwendbar. Klar ist, dass eine H0 Lok mehr Strom braucht als eine in N, auch die Schienenspannung ist bei N mit ca. 15 Volt niedriger als die unser grösseren Brüdern.
Das eigentliche Herzstück bildet die Zentrale. Sie ist das 'Rechenzentrum' des Systems. An der Zentrale (z.B. Intelibox) wird eine AC Quelle (18-22 V) angeschlossen. Die Box nimmt sich davon Ihren Teil, den sie zum Leben braucht, den Rest wandelt sie in Digitalstrom um - dem integrierten DCC Booster. Mit diesem DCC Strom ist der Hauptteil unserer Ringleitung bereits vorhanden: Strom für die Loks, sowie die Informationsquelle für die Decoder. Bereits damit könnte man - sofern die Leitungen an die Schienen angeschlossen - digital Züge steuern - wiederum: wenn Loks mit Decodern vorhanden sind.
Des weiteren ist die Zentrale auch Schnittstelle via RS232 (ser. Schnittstelle) an den PC. Hierbei muss ich der Intelibox zu Gute halten, dass Sie als eine der wenigen Hersteller eine Übertragungsgeschwindigkeit von 19200 Baud zulässt - andere Hersteller bieten hier z.T. beachtlich weniger.

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Was braucht man alles ?

Stufe 1:
Mit der Stufe 1 bezeichne ich die folgenden Möglichkeiten:
Grundlegende Steuerung - Züge digital steuern, ohne Weichenstrassen schalten.

- Zentrale (Intelibox, Lenz etc.)
- AC Trafo mit min. 52 VA
- Umgebaute Lok

Der Preis für diese Stufe befindet sich meist im Rahmen von 600-1000 Fr.

Stufe 2:
Zusätzlich steuern von Weichen
- Schaltempfänger (LS110 von Lenz, Decoder von Viessmann und v.a.)

Preis pro geschaltete Weiche ca. Fr. 11.--

Stufe 3:
Anschluss eines PCs, steuern von Zügen und Weichen über Software
- PC, sofern nicht bereits vorhanden - eine alte Kiste reicht meistens schon !
- Steuerungssoftware (Rail Road & Co, WinRail etc.)

Software kostet 200 - 400 Fr. - hierzu empfehle ich, Demoversionen der einzelnen Hersteller herunterzuladen und selbst zu entscheiden. Mir persönlich gefällt das Rail Road besonders.

Stufe 4:
Rückmeldungen, Blockstellen erfassen - ermöglicht automatisierte und logikgesteuertes Modellvergnügen... Aut. Fahrstecken, Zugverfolgung etc.
- Rückmeldemodule (für Intelibox s88 komp. Module empfehlenswert, z.B. LDT GB-88)

Preis pro Rückmeldeblock: ca. Fr. 13.--

Mit Stufe 4 betritt man das Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Es lassen sich Blockstellen einrichten - Blockstellen sind 'isolierte' Gleisabschnitte, welche überwacht werden. Das System merkt und meldet, wenn ein Block belegt ist.
Durch die Kombination von verschiedenen Blöcken können logische Verbindungen mit der eingesetzten Software erstellt werden - sogenannte Fahrstrassen.
So ist es OHNE weiteren Verdrahtungsaufwand möglich, z.B. bei besetzten Gleisen in Bahnhöfen Signale auf Rot zu stellen und ankommende Züge vor dem  besetzten Gleis warten zu lassen bis der Zug weiterfährt. Solche und viele anderen Beispiele lassen sich einfachst realisieren.
Vergessen darf man nie, es lassen sich auch noch manuelle Manöver durchführen - gesichert und ungesichert...

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Lokumbau

Im Grunde genommen nichts Übermächtiges... Auf die Schnelle gesagt, der Decoder kommt zwischen die beiden Radschleifern und den Motor. Nicht zu vergessen, das Licht - mit je einem Kabel.
Das einzig Übermächtige und zum Teil unmenschliche ist: PLATZ ?!
Bei uns N Bahnern ist das gar nicht so einfach. Gewisse Loks lassen sich ohne grossen Aufwand ,d.h. ohne spanabhebende Arbeitsvorgänge :-), Umbauen.

Ich hoffe, dass ich in nächster Zeit dazukomme, um Bilder eines Umbaus vorzunehmen. Hierzu kann ich, wie bei den meisten Themen auf dieser Seite auf die Speziallektüren der MIBA verweisen. Sie führen ganze Hefte zu diesen Themen.

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Bilder und Erklärung von Komponenten

Damit Ihr solche Komponenten während der Arbeit sehen könnt, habe ich von den verschiedenen Bauteilen Bilder gemacht (Einfach auf die jeweilige Überschrift klicken). 

Rückmelder
 
Der gezeigte Rückmelder ist von LDT. Damit bin ich sehr zufrieden. Er misst den Strom auf dem einseitig isolierten Gleis und meldet den Belegtzustand über den s88 Bus an die Intelibox weiter. Sehr einfache Montage und günstig im Vergleich zu anderen Produkten...

Schaltempfänger
Diese Bauteile erhalten, wie der Name verrät, Schaltbefehle. Über die Intelibox wird eine Adresse, z.B. einer Weiche, gewählt und betätigt. Der Empfänger wertet diesen Befehl aus und schaltet die Weiche. Hier lassen sich sehr viele Elemente steuern, z.B. Drehscheibe, Blinkautomatik (kann sogar programmiert werden), Signale (Rot/Grün), Weichen: Magnetpartikel, Motorgesteuerte über einen kleinen Adapter.

Zentrale (Intelibox)
Leider ist die Intelibox auf diesem Bild nur am Bildrand zu sehen. Doch, erkennbar ist sie auf alle Fälle. Im Bild, der Schattenbahnhof, der über die Intelibox gesteuert wird.

Lokdecoder (leider muss ich erst wieder eine Lok knacken um...)
Bilder habe ich noch keine, aber auf der Navigationsliste sind von verschiedenen Lokdecodern die Einbauanleitungen hinterlegt. Damit die Anleitung lesbar ist, Seite drucken oder anderen Bildbetrachter als der Explorer wählen...

Lenz LE010XF (1/2)
FLM 6846/47/48 (1/2)
Arnold 81210 (1/2/3)

(Rechte bei der jeweiligen Firmen).

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Weitere Themen werden in Kürze aufgenommen, bzw. erweitert... Stand: 26.09.2001


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